15.10.2018

Andere Kulturen besser verstehen für internationale Geschäfte

Elke Müller referierte den Workshop ‚Pretzels & Cultures‘ aufbauend auf der Kernfrage: Was ist typisch deutsch?

Immer mehr Unternehmen sind geschäftlich in anderen Ländern aktiv. Nicht selten treffen dann unterschiedliche Kulturen aufeinander, deren typische Verhaltensweisen beim anderen zu Fehlinterpretationen führen können. „Das in einem Land typische Verhalten kann dann schnell beim ausländischen Geschäftspartner für Irritationen sorgen“, weiß Elke Müller, Geschäftsführerin von compass international mit Sitz in Stuttgart. Als Referentin des Workshops ‚Pretzels & Cultures‘ legte sie den Fokus auf die Unterschiede in den Kulturstandards und deren Wirkung auf den potenziellen Geschäftspartner aus dem anderen Land.

„Wer viel mit internationalen Kunden zu tun hat, sollte mögliche vorhandene Vorurteile und Stereotypen beiseitelassen und eine neutrale Position einnehmen“, erklärt Müller und warnt vor einer vorschnellen Beurteilung einer Situation. Meist werde dadurch die Kultur nicht berücksichtigt.

Die Teilnehmerinnen des Workshops waren allesamt Deutsche mit regelmäßigem Kontakt zu anderen Kulturen. Es wurde viel diskutiert, wie beispielsweise typisch deutsche Verhaltensweisen wie Pünktlichkeit, sehr direkte Kommunikation und Sachorientierung auf internationale Kunden wirken. Diese typisch deutschen Tugenden könnten schnell als Unhöflichkeit und Desinteresse der anderen Person gegenüber interpretiert.

„Als Ergebnis unseres Workshops zeigte sich, dass man sich grundsätzlich immer erst einmal mit der eigenen kulturellen Prägung auseinandersetzen und die eigenen Grenzen kennen sollte, bevor man sich der fremden Kultur nähert. Sollte man feststellen, dass die Herangehensweisen sehr unterschiedlich sind, sollte man das Gespräch mit dem anderen suchen“, hebt Müller das Fazit dieses Tages hervor.

Viele überraschende neue Einsichten und Erkenntnisse hinsichtlich des Umgangs mit anderen Kulturen gab es am Ende des Workshops ‚Pretzels & Cultures‘. Unter anderem diese: Interkulturelle Kompetenz beginnt bei der Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich.

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