06.06.2019

Presse | compass international beim 7. Deutschen Diversity Tag

Elke Müller, Geschäftsführerin von compass international, zieht ein Resümee

Im Jahr 2013 wurde der Deutsche Diversity Tag von der Charta der Vielfalt ins Leben gerufen. Elke Müller dazu: „Wir, die compass international GmbH, haben die Charta schon früh, nämlich im Jahr 2007 unterzeichnet und beteiligten uns in diesem Jahr zum vierten Mal am Diversity Tag.“ Mit über 2500 Aktionen und über 700 beteiligten Organisationen, sei dieser eine echte Erfolgsgeschichte, so die Organisatoren der Charta der Vielfalt.

„Wir haben mit unserer Aktion gemeinsam mit dem Landratsamt Böblingen eine eigene Erfolgsgeschichte weitergeschrieben. Begonnen hat diese Zusammenarbeit im Jahr 2016/2017 mit der Durchführung von über 100 Workshops zur Wertevermittlung direkt in den Unterkünften für Geflüchtete. So sind wir in den sechs Monaten der Durchführung mit über 900 Menschen aus afrikanischen Ländern, Syrien, sowie dem Irak oder Iran in Kontakt gekommen“, erklärt Elke Müller, Geschäftsführerin von compass international.

Im Jahr 2017 wurde dieses Leuchtturmprojekt mit der Erstellung eines ‚Workbooks‘ fortgeführt. „In diesem sind die Workshops ausführlich dokumentiert und sollen so einen Werkzeugkoffer für Integrationsmanager oder auch ehrenamtlich Tätige bieten, die selbst Workshops zur Wertevermittlung mit Menschen mit Fluchterfahrung durchführen wollen“, führt die Expertin für interkulturelle Kompetenz aus.

„Im Rahmen der Aktionswochen ‚Böblingen – vielfältig, tolerant, offen‘ haben wir drei Workshops durchgeführt und konnten gute Gespräche zu den Themen ‚Diversität als Mehrwert‘ und ‚Prävention vor Radikalisierung‘ führen. Zwar kamen zu den einzelnen Veranstaltungen weniger Teilnehmer als wir uns das gewünscht hätten, dennoch halten wir es für wichtig, dass es solche niederschwelligen Angebote überhaupt gibt und bringen uns hier gerne immer wieder ein“, führt Müller weiter aus.

So sagte eine Teilnehmerin: „Viele glauben, dass wir schon bestens mit der Vielfalt umgehen und denken, dass eine Sensibilisierung für das Thema gar nicht notwendig ist.“ Müller knüpft an: „Ja, das können wir so unterschreiben! Mit einer einfachen Übung einer Bildbeschreibung haben wir aufgezeigt, dass unsere Wahrnehmung und somit die Interpretation einer unbekannten Situation von Stereotypen, im schlimmsten Fall von Vorurteilen, geprägt ist. Und sehr oft sind wir uns diesen festen Bildern im Kopf gar nicht bewusst, soll heißen, es kommt zu einer Diskriminierung, obwohl wir das so gar nicht wollten.“

„Umgang mit Vielfalt heißt für uns, sich genau dieser (unbewussten) Bilder, Stereotypen oder Vorurteile bewusst zu werden und sehr viel sensibler damit umzugehen. Wir hoffen, dass wir mit unseren drei Workshops einen kleinen Anstoß geben konnten, sich immer wieder bewusst und aktiv mit dem Thema Vielfalt auseinanderzusetzen“ erklärt Müller, die auf kulturelle Zusammenarbeit setzt, abschließend.

Weitere Informationen zur Charta der Vielfalt gibt es unter: https://www.charta-der-vielfalt.de

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