07.03.2019

Presse | Russlands Tag des Vaterlandsverteidigers

compass international gibt Einblicke in den russischen Tag des Vaterlandsverteidigers, gefeiert am 23.02.2019

Am 23.02.2019 war es wieder soweit. Russland feierte den Tag des Vaterlandsverteidigers. Der Hintergrund ist folgender: „Am 23. Februar 1918 habe die sowjetische Armee den Petrograd durch den Sieg über die deutsche Armee des Kaisers verhindert, so der Mythos. Das nie stattgefundene Szenario – die sowjetischen Soldaten desertierten, bevor ein Kampf stattfand – wurde von Stalin in den 30ern zur Förderung des Nationalstolzes rückwirkend erdacht und im zweiten Weltkrieg zur Anhebung der Soldatenlaune instrumentalisiert“, so Elke Müller, Geschäftsführerin von compass international.

Der Tag gilt als gesetzlicher Feiertag und wird in ganz Russland gefeiert, wobei der Verkehr durch öffentliche Militärparaden eingeschränkt ist. „Präsident und Führungsriege besuchen das Grabmal des unbekannten Soldaten im Alexandergarten am Kreml und gedenken dort den verstorbenen Soldaten des zweiten Weltkriegs“, weiß die Expertin für interkulturelle Kompetenz. Dabei endet der Tag jedes Jahr mit einem großen Feuerwerk.

Obwohl dieser Tag eigentlich nur den russischen Soldaten gilt, wird er dennoch von nahezu jedem russischen Mann gefeiert, da man sich gerne mit der Rolle des Vaterlandsverteidigers identifiziert. „An diesem gratulieren Partnerinnen ihren Partnern und beschenken sie beispielsweise mit Rasierklingen und -schaum, Krawatten oder Hüten. Kolleginnen warten gemeinsam mit eigens überlegten Aktionen auf und Schülerinnen bringen ihren Mitschülern eine kleine Aufmerksamkeit mit“, sagt Elke Müller über den Tag des Vaterlandsverteidigers.

Weitere Informationen über Russland und die russische Kultur gibt es im Workshop „Kurzanleitung Russland“ aus der Reihe Pretzels & Cultures am 19.03.2019. Zu finden unter: https://www.compass-international.de/veranstaltungen/detail/workshop/2019-03-19-pretzels-cultureskurzanleitung-russland/.

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